SPD Burghausen im Landkreis Altötting

Politischer Aschermittwoch in Garching

Veröffentlicht am 17.02.2013 in Unterbezirk

Garching. "Kämpfen, kämpfen, kämpfen": Franz Kammhuber, Kreisvorsitzender der SPD, gab als letzter Redner im Gasthaus Wirtssepperl die Parole für das Wahlkampfjahr 2013 aus. Die Richtung ist klar: Die 54-jährige CSU-Herrschaft in Bayern muss beendet werden.

 

Zuvor war auch Günter Zellner − er tritt als Landtags-Erststimmenkandidat für den Landkreis Mühldorf an − auf Konfrontationskurs gegangen: "Mit der Hälfte der Rotationsenergie eines Dynamo-Horst-Seehofer könnte man sich locker ein Atomkraftwerk in Bayern sparen." Damit sprach er einen der Hauptkritikpunkte der Redner an diesem Abend an: Die Wankelmütigkeit des CSU-Chefs und den Themenklau bei der SPD. Zellners Fazit: "Vertraut nicht der CSU."

Auch Bundestagskandidatin Annette Heinrich thematisierte in ihrer Eröffnungsrede die Meinungswechsel der Staatsregierung bei Mindestlohn und Studiengebühren. "Und jetzt will die FDP das Betreuungsgeld wieder abschaffen − wir hätten es gar nicht erst eingeführt", übte sie Kritik am Koalitionspartner der CSU. Heinrich zeigte sich in Bezug auf einen Regierungswechsel optimistisch: "Ich komme gerade frisch aus Vilshofen, da war eine Wahnsinnsstimmung, wenn davon nur ein Drittel in den Wahlkampf geht, haben wir locker gewonnen."

Günther Knoblauch, Bürgermeister von Mühldorf und Landtagskandidat für Altötting, sieht die soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt des SPD-Wahlprogramms: "Die sozialen Unterschiede, die Schere zwischen Arm und Reich, darf nicht noch weiter aufgehen." Altersarmut, Mindestlohn und Leiharbeit − überall werde von Wirtschaft und Politik die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben. "Der Staat wird immer schwächer, zu unserem Nachteil." Als Beispiel nannte er auch den Ausbau der Infrastruktur im Landkreis: "Bei der privaten Finanzierung der Autobahn dauert alles viel länger." Gleichzeitig kümmere sich die bayerische Staatsregierung in keiner Weise um die Entwicklung und Förderung der Region: "Der Landesentwicklungsplan hinkt nicht nur hinterher, jetzt soll unser gemeinsamer Wirtschaftsraum, Altötting und Mühldorf, auch noch wieder auseinander gerissen werden. Und CSU und FDP tun nichts dagegen."

Alle Redner waren sich darin einig, dass den Wählern deutlich gemacht werden müsse, dass die CSU von den Ideen der SPD der letzten Jahre lebe. Nur ein Wechsel könne endlich eine neue Politik bringen, so Knoblauch: "Hier im Landkreis haben über 70 Prozent CSU gewählt, da muss man mal hingehen und den Wähler fragen: Was hat es dir gebracht?"

tg

Homepage SPD Unterbezirk Altötting

Kalenderblock-Block-Heute

Alle Termine öffnen.

26.09.2021, 00:00 Uhr - 18:00 Uhr Bundestagswahl

Alle Termine