Stadtteilspaziergang 30. Mai 2016 Gewerbegebiet Lindach


Vor etwa 20 Jahren wurde das Gewerbegebiet Lindach, initiiert von Bürgermeister Hans Steindl und der SPD Fraktion im Stadtrat, nach einem Wettbewerb realisiert. Für die SPD Burghausen  Zeit, sich bei einem Stadtteilspaziergang mit vielfältigen Informationen durch Anton Steinberger, den Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, ein Bild über  die Situation hier zu machen.
 
Fraktionssprecher Norbert Stadler erinnerte daran, dass gerade in den 1980er Jahren wegen mangelnder gewerblicher Flächen viele Betriebe gezwungen waren, sich in den umliegenden Gemeinden niederzulassen, für die wirtschaftliche Entwicklung Burghausens ein schwerwiegendes Versäumnis der damals von der CSU dominierten Stadtpolitik. Das wurde erkennbar anders mit dem großen Flächenangebot in Lindach, das viele Gewerbetreibende anlockte, ihren Betrieb im Umfeld  des bestehenden Großmarktes anzusiedeln. Heute sind hier am südwestlichen Stadtrand große Flächen mit einem bunten Branchenmix besetzt: große Fachgeschäfte, Autohäuser, Handwerksbetriebe etc.

Einen Schwerpunkt bilden industrienahe Dienstleistungsbetriebe, die in jüngster Zeit einen deutlichen Zuwachs erlebt haben. Gerade diese standen im Mittelpunkt des SPD-Besuchs in Lindach:

Das schon gut 20 Jahre in Burghausen beheimatete IT-Beratungsunternehmen COC wechselte mit etwa 60 Mitarbeitern in seiner Firmenzentrale (weitere 120 noch an Standorten in ganz Deutschland) von der Marktler Straße im Zentrum nach Lindach. Grund dafür war nicht, weil man das bisherige Betriebsgebäude für den neuen Hochschul-Campus freimachen wollte, sondern um u.a. für eine bei der langen Kundenliste aus vielen Branchen mögliche Expansion gerüstet zu sein.

Erst vor wenigen Wochen nahm das international agierende Stahlhandelshaus Buhlmann, schon länger in Burghausen tätig, seinen neuen Standort hier mit derzeit etwa 30 Mitarbeitern in Betrieb. In einer riesigen Halle werden Stahlrohre und vieles mehr für den Rohrleitungs- und Anlagenbau bereitgehalten, um damit besonders auch die chemische Industrie in Südostbayern, aber auch allgemein seine Kunden in großen Teilen Bayerns möglichst umgehend beliefern zu können.  

Mit derzeit etwa 20 Mitarbeitern versorgt das Logistikzentrum IPS – Geschäftsführer Hans-Jörg Behensky und Klaus Schultheiss - , seit 2015 in einer großen, neu erbauten Lagerhalle beheimatet, neben vielen Handwerks- und Industriebetrieben in der Region insbesondere Wacker mit benötigten Kleinteilen für den Rohrleitungs- und Anlagenbau.

Stadtrat Franz Kammhuber  resümierte,  dass mit den genannten und noch einer Reihe weiterer Betriebe das Gewerbegebiet Lindach  in wenigen Jahren zu einem Zentrum industrienaher Dienstleistungen und damit zu einer ganz wichtigen Basis für das industrielle Herz unserer Stadt und der ganzen Region geworden sei.