Grundlagen für ein solares Burghausen

SPD-Themenklausur: Energie der Zukunft und Einsparungen mit Einsatz intelligenter Technik

 


SolaranlageDie Burghauser SPD und ihre Stadtratsfraktion trafen sich zu einer Klausur zu "Energie der Zukunft in Burghausen". Für die SPD ist das Projekt der neuen Photovoltaikanlagen der Beginn für ein umfassendes Programm "Solarstadt Burghausen".

Umweltreferent Gunter Strebel (Grüne) lud Experten aus der Stadtverwaltung und der regionalen Energiewirtschaft ein. In vier Schwerpunktreferaten behandelten sie Fernwärme von der Burghauser Industrie, Nahwärmeinseln, praktische Beispiele für Energie- und Kosteneinsparungen durch Gebäudesanierung und die Förderprogramme der Stadt.

Moderator Franz Kammhuber stellte die bisherigen Bausteine der städtischen Energiepolitik vor: Neben der Sanierung von städtischen Liegenschaften, Heizzentralen und Klärwerk lag ein weiterer Schwerpunkt im privaten Bereich; Bauherren wurden mit ca. 2 Millionen Euro gefördert.

Helmut Weidacher von der Ing. Burghausen GmbH begann mit Fernwärme aus Industrieabwärme. Eine Realisierung sei nur mittelfristig mit der notwendigen Redundanz mit Nahwärmeinseln zu erreichen. Sie könnte in wirtschaftlicher Hinsicht bedeuten, dass sowohl die Industrie als auch die Bürger davon profitieren.

 

Peter Ludwig vom gleichnamigen Ingenieurbüro informierte zum Thema "Nahwärmeinseln − Strom und Wärme mit Kraftwärmekopplung und Solarthermie". Er beschrieb eine Lösung, bei der durch Kraftwärmekopplung und Solarkollektoren für die Burghauser Liegenschaften Wärme und Strom erzeugt wird. Die langfristige Erweiterung von Nahwärmeinseln für städtische Areale wurde auf Basis der bisher errichteten Versorgungsbereiche diskutiert.

Die "Sanierung von Gebäudehüllen als Grundlage für ein solares Burghausen" war der Schwerpunkt im Vortrag von Gunter Strebel. Neben der Energieerzeugung mit moderner Haustechnik und Wärmerückgewinnung stellte er die Gebäudehülle in den Vordergrund, um mit dem Einsparpotenzial die weiterhin steigenden Energiepreise – auch bei Nutzung der Industrieabwärme – langfristig kalkulierbar zu halten. Energieberater Thomas Wagner erklärte als vierter Referent anhand praktischer Beispiele die energetische Sanierung an öffentlichen Gebäuden. Überzeugende Ergebnisse zeigten seine Kostenbilanzen im Vergleich vorher/nachher. Anfänglich höhere Sanierungskosten amortisieren sich im Lauf der Jahre durch niedrigere Heizkosten. Neben der erfreulichen Energie- und CO2-Bilanz schlägt auch der höhere Wohnwert zu Buche.

Auf die Förderprogramme in Burghausen angesprochen, meinte Wagner, sie seien gut strukturiert. Die Bürger können sich wöchentlich an zwei Tagen kostenlos bei Gertrud Noll im Umweltamt der Stadt informieren und beraten lassen. Allerdings sollten die Förder- und Beratungsangebote offensiver bekannt gemacht werden. Die Themenklausur zeigte eine Reihe an Bereichen auf, um in der Stadt zur Energiepolitik wirksam aktiv zu werden. Um die CO2-Bilanz zu verbessern sind Energieeinsparung und der Einsatz intelligenter Technik angesagt.

BA.  26.11.2011 - red −