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Pressebericht


SPD-Frauen diskutieren:
„Gleichberechtigung kennt kein Zurück –
das AfD-Programm aus Frauensicht“


BURGHAUSEN. Nachdem die „Alternative für Deutschland – AfD“ nicht nur in den Großstädten und Ballungszentren unseres Landes Einzug gehalten, sondern auch in unseren Regionen einige Unterstützer und Wähler gefunden hat, haben sich die SPD-Frauen des Themas angenommen. Stadträtin Dagmar Wasserrab hatte für eine öffentliche Informationsveranstaltung die SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Simone Strohmayr, stv. Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin, eingeladen. AsF-Vorsitzende Sabine Krause-Lackerbauer freute sich besonders, mit Günther Knoblauch einen Landtagskollegen von Simone Strohmayr begrüßen zu dürfen.
Eingangs wurde von Simone Strohmayr das Parteiprogramm der AfD mit den bisherigen Errungenschaften im Bereich der Frauen verglichen. Sollen Frauen wirklich einen Rückschritt machen und auf Vieles verzichten, was sie sich mühsam über Jahre und Jahrzehnte hinweg erkämpft haben, wie z.B. das Frauenwahlrecht, die eigene Entscheidung über eine berufliche Tätigkeit oder auch die Möglichkeit, in begründeten Fällen eine Abtreibung vorzunehmen lassen zu können? Wollen wir wirklich wieder zurück zu den drei „K“ - Küche – Kinder – Kirche? Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist in unserer Zeit das höchste Gut und die politischen Parteien sowie die Arbeitgeber unterstützen dies durch viele Maßnahmen im Bereich von Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Kinderbetreuungseinrichtungen, Arbeitszeitmodellen und vielem mehr. Dazu gehört natürlich weiterhin auch der Kampf um gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit. Im AfD-Programm ist zu lesen, dass ein Einheitssatz von 25% Einkommensteuer eingeführt werden soll. Ist das sozial und gerecht? Wer wären dabei die Verlierer? Natürlich die mit dem geringsten Einkommen und dem niedrigsten Steuersatz (meistens Frauen) – denn die würden mehr Steuern zahlen müssen. Aber die Reichen mit einem Prozentsatz von 48% und mehr wären die Gewinner, denn sie würden belohnt. Die AfD setzt auf „Familie und die gelebte Tradition der deutschen Kultur. Staatliche Institutionen wie Krippen, Ganztagsschulen, Jugendämter und Familiengerichte greifen zu sehr in das Erziehungsrecht der Eltern ein“ - so das Wahlprogramm.
In einer teilweise emotionsgeladenen Diskussion wurden verschiedene Beispiele aufgezeigt, wie sich bei einer Umsetzung dieser und weiterer AfD-Programmpunkte das Umfeld aller Frauen verändern würde – die traditionelle Familie soll wieder eingeführt werden mit Vater, Mutter, Kindern. Und hier heißt es ganz deutlich: Mehr deutsche Kinder als Zuwanderung von Außen! Der Abend endete mit der Erkenntnis, dass in diesem Bereich noch eine Menge Aufklärungsarbeit zu leisten ist und es wäre zu wünschen, dass all Jene, die in der AfD die Rettung unseres Landes sehen, sich wirklich einmal mit ihrem Programm auseinandersetzen, um nicht hinterher sagen zu müssen: „Das haben wir nicht gewusst!“

 

Dr. Simone Strohmayr, stv. Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin

Dr. Simone Strohmayr, stv. Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin

 

SPD-Frauen diskutieren

 

Günther Knoblauch / Sabine Krause Lackerbauer / Dr. Simone Strohmayr / Dagmar Wasserrab

Günther Knoblauch / Sabine Krause Lackerbauer / Dr. Simone Strohmayr / Dagmar Wasserrab