Kultur im Wandel

 

Eine ausgesprochen erfolgreiche Veranstaltung der SPD war das Kulturforum am Faschingssamstag, das im vollbesetzten Café der Stadtbücherei stattfand.

 

Markus Ballerstaller als Beauftragter der Stadt für Kultur und Margret Schwiebacher als Vorsitzende des Gästeführervereins führten durch die Informations- und Diskussionsveranstaltung, die den Abschluss der thematischen Wahlveranstaltungen bildete. "Man lebt nicht vom Brot allein" stelle Margret Schwiebacher in ihrer Begrüßung fest und das aktive Kulturleben ist für manchen ein Entscheidungskriterium, in Burghausen leben zu wollen,. Nach der Vorstellung der geplanten kulturellen Vorhaben für 2014 durch Markus Ballerstaller, der feststellte : "Wir haben es mit einer verstärkten Konkurrenz im Veranstaltungsangebot zu tun, ausgelöst z.B. durch Fremdanbieter in Altötting, Burgkirchen und Tüßling"" begann die Diskussion. Es wurden von den Teilnehmern lebhaft die verschiedensten Themen wie Gestaltung von Eintrittspreisen, Wechsel im Kulturamt und die generelle Zukunft der Kultur allgemein in Burghausen in Zeiten knapperer Kassen angesprochen.

 

Die Diskussionsteilnehmer spiegelten nahezu alle kulturellen Interessensgruppen wider, musizierende und gestaltende Künstler waren vertreten ebenso wie darstellende. Und natürlich interessierte Burghauser.

 

Die Gruppen nutzen die Gelegenheit, nicht nur sich zu informieren über Möglichkeiten und Unterstützung, die die Stadt bieten kann sondern auch andere über ihre Aktivitäten ins Bild zu setzen. Auch über ihre Probleme, sei es die Beleuchtung im Stadtsaal Foyer oder die anstehende Renovierung im Cabaret des Grauen konnten sich die Anwesenden austauschen und es tat sich im Gespräch die eine oder andere interessante Option auf. So entstanden zum Beispiel Ideen, wie man den wunderbaren Saal des KuMax Gymnasiums besser nutzen könnte oder wo mit bester Technik ausgestattet Lesungen oder Opernübertragungen stattfinden könnten- nämlich im Anker Kino, das gerne vergessen wird im Strauß der Möglichkeiten.

 

Eine Form der Kultur hat sich deutlich verändert im Laufe der vergangenen Jahre, wie sich an der aktuellen Nutzung des Freizeitheimes zeigt. War es früher die Teestube der Jugendtreff schlechthin ist diese Einrichtung in ihrer damaligen Form heute völlig ungenutzt. Dafür werden gezielte und zeitlich abgegrenzte Angebote genutzt wie Filmworkshops oder Kreativmädls, was das FZH zu einem Begegnungszentrum gemacht hat. Letztendlich war man sich einig: "Die Stärke der Burghauser Kultur liegt nicht an den von außen einkauften Großveranstaltungen, sondern es sind die aus eigener Kraft gewachsene Kulturaktivitäten." brachte es Bürgermeister Steindl auf den Punkt.

 

Das Kulturforum, das sich an die Zukunftswerksatt Kultur vom Mai 2013 angeschlossen hatte, soll in lockerer Zeitfolge fortgesetzt werden um den Austausch zwischen Kulturtreibenden, Stadt und Bürgern lebendig zu halten.