Die neue Neustadt

 

Fünf SPD-Kandidaten für den Stadtrat beleuchteten in dieser Informationsveranstaltungen Positionen der SPD zu wichtigen Neustadt-Themen.

 

Eingangs beschrieb Norbert Stadler die Neustadt als wirtschaftliches Herz unserer Stadt: „Hier wohnen drei Viertel der Burghauser, hier arbeiten die meisten, hier wird eingekauft …“ Durch Bildvergleiche von Roland Resch veranschaulicht skizzierte der SPD-Fraktionssprecher im Stadtrat die rasante Entwicklung des Neustadtzentrums in den vergangenen 20 Jahren. Es sei eine attraktive, urbane Mitte entstanden rund um Bürgerhaus, Bürgerplatz und Stadtpark. Der öffentliche Raum wurde großzügig neu gestaltet, zuletzt zwischen St. Konrad und Hess-Schule, und lädt nun zum Flanieren und Verweilen ein. Auch große private Investitionen (u.a. Kino, Kreissparkasse etc.) tragen zum städtisch-modernen Gesicht bei.

 

Zum Thema „Wirtschaftsförderung“ formulierte Klaus Schultheiss einige Eckpunkte:

 

  • Zielmarke 20 000 Einwohner als stärkere Basis für die Einkaufsstadt; Zuzugsanreize durch Familienförderung wie bisher, Seniorenwohnungen (Rückkehrbereitschaft vieler Älterer nach Burghausen), bisherige Pendler, die die zunehmenden Kosten der Mobilität vermeiden wollen.
  • Verbesserung der finanziellen Basis der Stadt durch Rückkauf der Stadtwerke, die wie anderswo die Defizite der Bäder ausgleichen und umfassend Strom, Wärme, Gas etc. anbieten könnten.
  • Vermarktung der 20 Hektar Industriefläche über die stadteigene Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft an zukunftsträchtige Firmen

 

Helmut Fabian, Verkehrsexperte der SPD, mahnte angesichts des deutlich zunehmenden Durchgangsverkehrs, besonders auch des Schwerlastverkehrs durch die Burgkirchner Straße den baldigen Bau der Umgehungsstraße an. Er begrüßte auch den in Kürze zu erwartenden Bau von Niedrig-Schallschutzwänden an der Bahnstrecke, die wegen des stark wachsenden Gütertransportvolumens aus der Industrie verstärkt durch Güterzüge schon ab 4.00 früh frequentiert werde. Bei deutlicher Lärmminderung müsse aber der Lärmschutz auf die gesamte Strecke durch Burghauser Wohnviertel ausgeweitet werden.

 

Otto Becker, Krankenpfleger am Burghauser Krankenhaus, zeigte auf, dass es sehr wichtig sei, möglichst viele Burghauser Kandidaten in den Kreistag zu bekommen, damit man energisch der Verlagerung von Abteilungen der Burghauser Klinik nach Altötting entgegenwirken könne. Ähnlich sei es auch bei der hausärztlichen Notfallversorgung. „Wir wollen hier keine Konzentration auf Altötting, sondern die intakte und gute wohnortnahe Versorgung im Raum Burghausen erhalten.

 

Zuletzt beschrieb Stefan Niedermeier, 1. Vorstand des Trachtenvereins Lindach, dass das Vereinsleben dank vorbildlicher städtischer Unterstützung sehr gute Rahmenbedingungen (s. Unterbringung von Vereinen, Unterstützung durch Bauhof, Ordnungsamt etc.) vorfinde und so auch durch zahlreiche Veranstaltungen einen ganz wichtigen Beitrag zum Gemeinschaftsleben in unserer Stadt leiste. Am Beispiel von den Veranstaltungsorten Bürgerhaus und Stadtpark zeigte er auf, wie hier Stadtpolitik das Ziel der Nachhaltigkeit optimal erreichen konnte.