Wertvolle Funde im Stadtmuseum
In Folge der Vorbereitung der Landesausstellung 2012 bekommt auch das Burghauser Stadtmuseum ein völlig neues Gesicht.
Museumsleiterin Eva Gilch und wissenschaftliche Mitarbeiterin Corinna Ulbert-Wild informierten Fraktionsmitglieder der SPD und der Grünen über die umfassenden Veränderungen im Kemenatentrakt der Hauptburg und es wurde klar, dass nachhaltige Verbesserungen zu erwarten sind, weit über die Landesausstellung 2012 hinaus.
Die interessierten SPD-ler durften schon vorab das später öffentlich zugängliche „Gärtlein auf dem Altan“ betreten, ein untermauerter Balkon, der vielen Burghausern noch in Erinnerung ist als ehemalige Maier-Helmbrecht-Bühne.
Die sogenannte Sandkammer wird als neuer Eingangsbereich fungieren und schon bei den ersten Arbeiten tauchten archäologische Funde auf aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wie kleine Kapitelle und Wandverzierungen, die alle dokumentiert werden müssen. Der museumspädagogische Bereich wird entscheidend erweitert zum Nutzen der verschiedenen Besuchergruppen.
Der Gang durch die hellen Räume belegt es: der Ausbau gibt schon jetzt vielfach den Blick frei auf Wöhrsee und verschiedene Burgwinkel.
Aber bis 2012 ist noch viel zu tun:
Die Fußbodenheizung muss angeschlossen werden an die Gasversorgung, sodass auch im Winter einige wenige Räume separat genutzt werden können und barrierefreie Maßnahmen sollen gelingen möglichst ohne Durchbruch alter Gemäuer. Deshalb veranstaltet das Stadtmuseum am 9. Oktober ein Museumsfest, anschließend werden die Räume geschlossen für den Umbau.
Auf Nachfrage von SPD-Ortsvorsitzendem Franz Kammhuber erläuterte Frau Gilch ihre Bemühungen, über Sponsorengelder und interregionale Projektpartner aus Oberösterreich die Finanzierung zu unterstützen. Wenn die schwierige Abstimmung zwischen Bayerischer Schlösserverwaltung und Bauamt Traunstein gelingt und wenn die Gespräche zwischen Minister Fahrenschon und Bürgermeister Steindl erfolgreich verlaufen, bekommt Burghausen ein modernes Museum, das alt und neu auf lebendige Weise verbindet und die Attraktivität von Burg und Stadt nachhaltig steigert. (saba)