Raitenhaslach behutsam entwickeln
SPD-Frühschoppen: Sanierung der Klosterkirche kostet 450 000 Euro
Burghausen.26.06.2010
Beim traditionellen „Raitenhaslacher Frühschoppen" der SPD konnte Bürgermeister Hans Steindl etwa 40 Raitenhaslacher und SPD-ler in der Klostergaststätte begrüßen. Zu Beginn stellte Steindl heraus, dass der Kauf des Klosterareals richtig war. Der Stadtrat sei sich nun relativ einig, was die Entwicklung von Raitenhaslach betreffe. Die Stadt stürzt sich hier keineswegs in ein Abenteuer und die Konzeption geht auch nicht in Richtung Massenbetrieb, sondern das Kleinod Raitenhaslach mit Kloster, Kirche, Ortskern, Gaststätte und Natur wird behutsam entwickelt. Denkbar ist ein Teilausbau des Klosters für einen Seminarbetrieb. Die Nachfrage nach Exerzitien, Klausuren und Seminarbetrieb sei vorhanden. Die Ausbaupläne der Familie Mitterer mit Wellnessbereich würden dazu passen.
In einem ersten Schritt werden nun ab Herbst das historische Dach des Prälatenstocks für ca. 1,1 Millionen Euro und 2011 die Fester saniert. Ziel sei, so Steindl, die Requirierung von drei Millionen Euro an Sponsorengeldern. Eine Million für die Sanierung des Steinernen Saals wurde der Stadt schon von einer Firmenstiftung in Aussicht gestellt. Um an Fördergelder der EU zu kommen, benötige die TU noch eine Partneruniversität aus dem Osten.
Wichtig sei außerdem, so Steindl, dass Raitenhaslach der Öffentlichkeit für Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen, Hochzeiten oder Klostermarkt zugänglich sei. Pfarrer Franz Aicher stellte den diesjährigen Klostermarkt als traumhafte Veranstaltung heraus, regte aber eine bessere Verköstigung an. Ebenso sollte überdacht werden, ob bestimmte Konzerte während des Klostermarkts durchgeführt werden sollten. Erich Henghuber bat, über längere Öffnungszeiten am Abend nachzudenken. Diskutiert wurde auch das Parkplatzproblem bei größeren Veranstaltungen.
Pfarrer Franz Aicher gab einen Sachstandsbericht über die problematische Kirchenfassade der Klosterkirche. Die Sanierungskosten dürften bei 450 000 Euro liegen.
Auch das Thema „Tierheim" wurde diskutiert. Hans Steindl verwies auf das geplante Tierheim in Kronberg. Er habe seine Aufgabe darin gesehen, den Tierschutzverein „Arche Noah" zu einer Zusammenarbeit mit Kronberg zu bringen, da ein Bestand der Anlagen in Raitenhaslach auf Dauer nicht gesichert erscheint und die Stadt weitere Ausbauten nicht unterstützen wird.
- red